Stoagupf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Administrator   
Thursday, 22. February 2007

Der Stoagupf in Grieselstein

Der Steinberg von Grieselstein, ein Vulkankegel, wird im Volksmund Stoagupf genannt und zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten des Burgenlandes.
Der Stoagupf in Grieselstein, einem Ortsteil der Großgemeinde Jennersdorf, ist eines der ältesten Siedlungsgebiete des südlichen Burgenlandes. Funde von Keramikbruchstücken weisen auf eine neolithische Besiedlung, aber auch auf eine mittelalterliche Anlage aus dem 13. -14. Jh. hin. Durch den Abbau von vulkanischen Gestein am Beginn des 20. Jahrhunderts ist ein großer Teil der Anlage zerstört worden. Heute steht das gesamte Areal unter Denkmalschutz.

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Wanderweg

Ist man an Geschichte und Kultur interessiert, empfehlen wir als Ausflugsziel den Steinberg von Grieselstein, im Volksmund „Stoagupf“ genannt. Der Steinberg ist ein Vulkankegel und zählt zu den ältesten Siedlungsgebieten des Burgenlandes. Obwohl der Steinberg nur wie ein sanfter Hügel aussieht, sollte man den Aufstieg nicht unterschätzen (für Personen mit Höhenangst wird Begleitschutz empfohlen).
Am Ziel „Stoagupf“ in Grieselstein angelangt, hören wir die Geschichte des ältesten Siedlungsgebietes im südlichen Burgenland. Ein neu errichtetes Infohäuschen verweist auf eine mittelalterliche Anlage aus dem 13.-14.Jh.
Neben einem geologischen Lehrpfad, einem der mittelalterlichen Burg nachempfundenen Infohäuschen, Rastmöglichkeiten und Labestationen, dient der Stoagupf mit seinen Wander- und Radwegen sowohl den Gästen des Naturparks, als auch den Bewohnern der Region als Erholungsgebiet.

Des Nächtens ist die einem Haus nachgeahmte Errichtung auf dem Gipfel beleuchtet. Dieses Häuschen sieht man besonders gut, wenn man im Dunkeln von der Therme Loipersdorf in Richtung Jennersdorf unterwegs ist.

An diesen beliebten Ausflugsort ist weiters eine Sage über eine hartherzige Burgfrau geknüpft.

Die hartherzige Burgfrau (Sage).

In der Ortschaft Grieselstein, auf dem Steinberg, stand einst eine stolze Burg. Auf dieser lebte eine hartherzige Frau mit ihren Kindern. Am Fuße des Burgberges hauste eine arme Witwe mit ihren Kindern. Diese ging auf die Burg und flehte um Brot. Die Burgfrau aber verhöhnte sie: sie nahm ein Stück Brot und reinigte damit die schmutzigen Kleider ihres Kindes. Über diesen Frevel empört, stieß die arme Frau in ihrer Not eine Verwünschung aus. Und schon wenig später zog ein heftiges Unwetter auf. Als es vorübergezogen war, war die Burg mit all ihren Bewohnern versunken. Die Stelle, wo einst die stolze Burg stand, weiß niemand. Fände sie einer, dann könnte er dort nachgraben und einige nützliche und kostbare Dinge zutage fördern.
Alle hundert Jahre kommt eine Schlange aus dem Berg. In ihrem Maul trägt sie einen goldenen Schlüssel. Wenn ein Sonntagskind den Mut aufbringt, ihr den Schlüssel zu entreißen, kann es damit ein eisernes Tor aufsperren und den versunkenen Schatz heben. Bis heute jedoch gelang dies noch keinem Sonntagskind.

Letzte Aktualisierung ( Thursday, 22. February 2007 )
 
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